Wem gehört Prada? Prada gehört zu den größten und einflussreichsten Namen der internationalen Modewelt. Doch wem gehört Prada eigentlich, wie ist der Konzern aufgebaut und welche Rolle spielen Übernahmen wie Prada übernimmt Versace in den strategischen Überlegungen des Unternehmens?
Dieser Artikel erklärt verständlich und fundiert, wem Prada gehört, wie sich die Marke seit 1913 entwickelt hat, welche Personen hinter dem Erfolg stehen und warum Prada bis heute ein unabhängiger Luxuskonzern aus Italien ist.
Prada: Von der Lederwaren-Boutique zum Luxuskonzern
Prada wurde 1913 gegründet, als Mario Prada in der Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand ein Geschäft für exklusive Lederwaren eröffnete. Damals hieß das Unternehmen Fratelli Prada und belieferte vor allem die Mailänder Elite mit Koffern, Taschen und Accessoires. Prada in Mailand stand früh für Qualität, Handwerk und eine klare Ästhetik.
Über Jahrzehnte blieb Prada ein klassisches italienisches Modehaus, bis in den 1970er und 1980er Jahren ein grundlegender Wandel einsetzte. Mit dem Einstieg von Miuccia Prada, der Enkelin von Mario Prada, begann die Geschichte von Prada als internationaler Luxuskonzern, der die italienische Modewelt nachhaltig prägen sollte.
Wem gehört Prada heute wirklich?
Die Frage wem gehört Prada lässt sich klar beantworten. Prada gehört bis heute mehrheitlich der Gründerfamilie. Eigentümer der Prada S.p.A. sind Miuccia Prada und ihr Ehemann Patrizio Bertelli. Gemeinsam kontrollieren sie den größten Anteil des Unternehmens und bestimmen die strategische Ausrichtung des Luxuskonzerns Prada.
Im Gegensatz zu Konzernen wie LVMH oder Kering ist Prada kein vollständig fremdgesteuerter Luxusgigant. Zwar ist Prada börsennotiert, doch der Großteil der Stimmrechte liegt weiterhin bei der Familie. Genau diese Struktur erlaubt es Prada, unabhängig zu agieren, kreative Risiken einzugehen und eine eigenständige Position im Luxussegment zu halten.
Miuccia Prada: Die kreative und strategische Schlüsselfigur
Miuccia Prada ist weit mehr als nur Designerin. Sie ist die zentrale Figur hinter dem Erfolg der Marke Prada. Als kreative Leitung prägte sie seit den 1980er Jahren eine neue, intellektuelle und oft bewusst sperrige Ästhetik, die Prada von anderen Luxusmarken abhob.
Gemeinsam mit Patrizio Bertelli entwickelte Miuccia Prada ein Geschäftsmodell, das Mode, Kunst und Kultur verbindet. Die Fondazione Prada ist ein sichtbares Beispiel dafür, wie sehr Prada über reine Kollektionen hinaus denkt. Miuccia Prada steht bis heute für eine kühne und zeitlose Ästhetik feiern, die sich immer wieder neu erfindet.
Patrizio Bertelli und die wirtschaftliche Macht hinter Prada
Während Miuccia Prada die kreative Vision verkörpert, steht Patrizio Bertelli für die wirtschaftliche und strategische Führung. Er baute Prada systematisch zu einem internationalen Luxuskonzern aus, investierte in Produktionsstätten in Italien und sorgte für Kontrolle über die gesamte Wertschöpfung.
Patrizio Bertelli war entscheidend daran beteiligt, dass Prada nicht von größeren Konzernen wie LVMH oder Kering übernommen wurde. Diese Unabhängigkeit gilt bis heute als einer der wichtigsten Unterschiede zu vielen anderen Luxusmarken. Prada geht bewusst seinen eigenen Weg, auch wenn das wirtschaftlich nicht immer der einfachste ist.
Prada Group: Welche Marken gehören zum Konzern?
Die Prada Group vereint mehrere Luxusmarken unter einem Dach. Neben der Marke Prada gehören unter anderem Miu Miu sowie Church’s und Car Shoe zum Portfolio. Miu Miu spricht eine jüngere Zielgruppe an und ergänzt die Marke Prada strategisch.
Church’s steht für klassische britische Schuhmacherkunst, während Car Shoe Luxus im Bereich Schuhe neu interpretiert. Diese Markenvielfalt erlaubt es dem Konzern, verschiedene Segmente des Luxusmarktes zu bedienen, ohne die Kernidentität von Prada zu verwässern.
Prada und Versace: Übernahme oder Gerücht?
Immer wieder kursieren Schlagzeilen wie Prada übernimmt Versace oder Prada übernimmt. Faktisch gehört Versace nicht zu Prada. Versace war zuletzt Teil von Capri Holdings, zu dem auch Marken wie Michael Kors gehören. Dennoch wird ein möglicher Zusammenschluss regelmäßig diskutiert, vor allem wenn Versace zuletzt Verluste verzeichnete.
Ein Zusammenschluss von Prada und Versace würde die italienische Modewelt grundlegend verändern. Prada und Versace stehen für völlig unterschiedliche Ästhetiken, doch genau darin sehen Analysten strategisches Potenzial. Aktuell bleibt es jedoch bei Spekulationen, Prada übernimmt Versace ist bislang nicht Realität.
Prada im Vergleich zu LVMH und Kering
Im Vergleich zu Luxusgiganten wie LVMH und Kering ist Prada kleiner, aber unabhängiger. Während LVMH Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet und zahlreiche Marken kontrolliert, setzt Prada auf Kontrolle, Qualität und langfristige Markenführung.
Diese Unabhängigkeit bedeutet allerdings auch, dass Prada stärker auf Marktschwankungen reagiert. Strafzölle von US-Präsident Donald Trump oder globale Krisen treffen einen familiengeführten Luxuskonzern oft direkter als einen breit diversifizierten Konzern.
Wem gehört Prada? Umsatz und Zahlen
Der Umsatz von Prada lag 2023 im Milliarden-Euro-Bereich. Trotz globaler Herausforderungen entwickelte sich Prada in den vergangenen Jahren stabil. Der Konzern produziert einen Großteil seiner Waren in Italien und setzt bewusst auf hochwertige Lederwaren, Mode und Accessoires.
Der CEO Andrea Guerra verantwortet seit Kurzem die operative Führung und soll die Marke weiter international stärken. Dabei bleibt die kreative Leitung eng mit Miuccia Prada und Raf Simons verbunden, der seit einigen Jahren an der kreativen Ausrichtung beteiligt ist.
Prada, Kultur und Popkultur
Prada ist längst Teil der Popkultur. Filme wie „Der Teufel trägt Prada“ machten die Marke weltweit bekannt. Gleichzeitig positioniert sich Prada bewusst intellektuell und kunstnah, etwa durch Ausstellungen der Fondazione Prada.
Diese Verbindung von Mode, Kunst und Gesellschaft ist Teil der DNA des Unternehmens. Prada steht nicht nur für Parfüm, Brille oder Kollektion, sondern für eine Haltung zur Modewelt.
Fazit: Wem gehört Prada und warum das wichtig ist?
Prada gehört bis heute der Familie rund um Miuccia Prada und Patrizio Bertelli. Diese Eigentümerstruktur unterscheidet Prada von vielen anderen Luxusmarken und erklärt die besondere Position des Unternehmens. Unabhängigkeit, kreative Freiheit und langfristiges Denken prägen den Luxuskonzern Prada.
Ob es jemals zu einem Zusammenschluss mit Versace kommt, bleibt offen. Klar ist jedoch, dass Prada auch ohne Übernahmen zu den größten Namen der italienischen Modewelt gehört.
FAQs: „Wem gehört Prada“
Wen hat Prada aufgekauft?
Prada hat im Laufe der Jahre mehrere Marken übernommen, darunter:
- Miu Miu
- Church’s
- Car Shoe
Diese Übernahmen dienten der strategischen Erweiterung des Portfolios, nicht der schnellen Expansion.
Wen hat Prada gekauft?
| Marke | Jahr | Segment |
|---|---|---|
| Miu Miu | intern gegründet | Luxusmode |
| Church’s | Übernahme | Schuhe |
| Car Shoe | Übernahme | Schuhe |
Wer ist der Erbe von Prada?
Ein klar benannter Erbe existiert derzeit nicht öffentlich. Miuccia Prada und Patrizio Bertelli haben die Kontrolle über Prada S.p.A., die Nachfolge wird intern geregelt und gilt als strategisch sensibel.
Was bedeutet das Wort Prada?
Prada ist ein Familienname. Die Marke geht auf Mario Prada zurück, der 1913 das erste Geschäft in Mailand eröffnete. Der Name steht heute weltweit für italienischen Luxus und zeitlose Ästhetik.










