Farben I: ?Kunst und Farbe? (Johannes Itten)

Kunst der Farbe

Als einer der Begründer der Farblehre gilt unter anderem Maler und Kunsttheoretiker Johannes Itten (1888-1967). In seinem Werk ?Kunst und Farbe? geht er näher auf die ?Sieben Farbkontraste ein?, die da wären:

Hell-Dunkel-Kontrast
Kalt-Warm-Kontrast
Farbe-an-sich-Kontrast
Qualitätskontrast
Quantitätskontrast
Komplementärkontrast
Simultankontrast

Itten wollte belegen, dass sich die Farben in hohem Maße gegenseitig beeinflussen und andererseits aber auch voneinander abhängig sind. Mehr zur Farblehre von Itten finden Sie hier.

Biographie von Johannes Itten (Quelle: www.johannes–itten.de)
Als Sohn eines Lehrers in Südern-Linden im Berner Oberland am 11. November 1888 geboren, besucht Johannes Itten nach der Schulzeit das Lehrerseminar in Bern zur Ausbildung als Primarlehrer. Nach einer kurzen Lehrtätigkeit und einem Semester an der École des Beaux-Arts in Genf folgt das mathematisch-naturwissenschaftliche Diplom als Sekundarlehrer. Johannes Itten bestärken verschiedene Studienreisen darin, doch Maler zu werden. Als Schüler von Adolf Hölzel geht Itten 1913 nach Stuttgart, wo er mit Ida Kerkovius, Oskar Schlemmer und Willi Baumeister zusammentrifft. 1916 siedelt Itten 1916 nach Wien über. Anregungen für seine künstlerische Arbeit erhält Johannes Itten vor allem von der Musik und seinem Wiener Freundeskreis, zu dem auch Adolf Loos und Alma Mahler gehören. Durch sie lernt der Künstler Walter Gropius kennen, der ihn 1919 als einen der ersten Lehrer an das Staatliche Bauhaus in Weimar beruft. 1919 bis 1923, während der Lehrtätigkeit in Weimar, entwickelt Itten seine allgemeine Gestaltungslehre. Zusammen mit Gerhard Marcks, Lyonel Feininger, Georg Muche, Oskar Schlemmer, Lothar Schreyer, Paul Klee und Wassily Kandinsky ist Johannes Itten Bauhausmeister. Seine eigene Kunstschule in Berlin, gründet Itten 1926. An ihr werden Maler, Grafiker, Fotografen und Architekten ausgebildet. 1932 übernimmt der Künstler neben dem Unterricht an der privaten Schule die Leitung der Flächenkunstschule Krefeld, an der er bis 1938 Entwerfer für die Textilindustrie ausbildet. Im gleichen Jahr emigriert Johannes Itten nach Holland und wird am Jahresende als Direktor des Kunstgewerbemuseums und der dazugehörigen Schule nach Zürich berufen. Arbeitsreiche Jahre folgen, in denen Johannes Itten mehrere Ämter an verschiedenen Kunstgewerbeschulen und Museen übernimmt. Der Unterricht, zahlreiche Vorträge und Ausstellungsvorbereitungen lassen kaum Zeit zum Malen, erst nach seiner Pensionierung im Jahre 1955 kann Itten sich wieder intensiv seinem eigenen künstlerischen Werk widmen.
1961 legt Itten seine Erfahrungen und Erkenntnisse in der Farbenlehre in dem Buch “Kunst und Farbe” nieder. Auf dem Gebiet der Formen- und Gestaltungslehre folgt das Buch “Mein Vorkurs am Bauhaus”. 1965 verleiht die Technische Hochschule in Darmstadt Johannes Itten die Würde eines Ehrendoktors. Der inzwischen international anerkannte Künstler nimmt 1966 den “Niederländischen Sikkens-Kunstpreis” entgegen und 1966 vertritt er die Schweiz auf der 33. Biennale in Venedig. In Zürich stirbt Johannes Itten am 25. März 1967.

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