Ein Roman über Lügen

Wohl kaum jemand kann von sich behaupten, noch nie gelogen zu haben. Ob Notlüge oder versehentlicher Irrtum, eine Lüge kommt schnell über die Lippen und selten wird über die Folgen nachgedacht. Nachgedacht hat hingegen Autor Juan Gabriel Vásquez in seinem Erstlingswerk ?Die Informanten?. Ein Roman über einen Vater und seinen Sohn in der kolumbianischen Stadt Bogatá. Ein analytisches Werk über das Lügen und Hintergründe von Lügnern und ihren Lügen. Vásquez gleicht einem Chirug, der äußerst penibel und präzise eine Lüge auseinander nimmt, sie untersucht und interessante Erkenntnisse über seinen Verfasser niederschreibt. Eine Lüge sagt viel über denjenigen aus, der lügt, so Vásquez. Oftmals verstrickt sich ein Lügner selbst in seinen Lügen und baut sich eine regelrechte Eigenwelt auf und bringt es abschließend auf den Punkt: ?Man ist, was man lügt?.

Juan Gabriel Vásquez ist selbst geborener Kolumbianer. Nach dem Studium in Paris verschlägt es den Übersetzer und Schriftsteller nach Barcelona, wo er mit Frau und zwei Töchtern lebt und die Geschichte niederschrieb.

?Die Informanten? ist ein sehr persönliches Werk, eine Geschichte über einen Vater-Sohn Konflikt. Über einen Vater, einen angesehenen Rhetorikprofessor, der das Buch seines Sohnes Gabriel in einer Rezession regelrecht vernichtet. Aber auch eine politische Geschichte über Juden, die aus Nazi-Deutschland flohen, um im fernen Kolumbien ein neues Leben zu beginnen. Eine Geschichte über eine dunkle Zeit Kolumbiens, die der junge Journalist Gabriel aufdeckt.

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