Was hätte wohl Max Ernst, der große…

Was hätte wohl Max Ernst, der große Künstler dazu gesagt! Er gilt als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhundert, der in Paris mit Alberto Giacometti, André Breton und Luis Buñuel als Avantgarde den Surrealismus prägte.
Bereits in den fünfziger Jahren war er tief enttäuscht worden. Er hatte seiner Heimatstadt Brühl eines von seinen Bildern geschenkt. Und die verscherbelten sein Meisterwerk, um einige Schulden zu tilgen. Als man dem Künstler dann 1966 die Ehrenbürgerwürde in Brühl erteilen wollte, lehnte Ernst ab.
Doch wie sich nun zeigt, war das offensichtlich nur der Anfang einer abgrundtiefen, Skandal reichen Geschichte, die schlimmer gar nicht sein könnte. Eine Kamarilla von Kunsthändlern, Galeristen und Politikern benutzte den Namen von Max Ernst für politische und geschäftliche Zwecke.
Für den Avantagardisten wurde 2005 in Brühl mit öffentlichen Mitteln ein Museum gebaut, das ein bedeutendes und internationales Haus werden sollte. Aber gerade dieses Museum konnten private Galeristen nun unbehelligt für ihre Zwecke benutzen.
Kunstwerke wurden hier nach Meinung von Gutachtern zu überhöhten Preisen gekauft. Ausgerechnet der wissenschaftliche Leiter des Museums war daran mit beteiligt. Die Direktorin aber, wurde mit einer Rufmordkampagne überzogen, weil sie auf diese Missstände aufmerksam machte.
Weder die Stadt noch der Landschaftsverband Rheinland sowie die Kreissparkasse Köln, die sich am Museum finanziell beteiligten verhinderten den Missbrauch des Hauses. Auf dese Weise konnte es zum Schauplatz des größten Kunstfälscher Skandal werden, den es in Deutschland je gab.
Ausgerechnet der Guru und hoch geehrte Kunsthistoriker der international tatigen Max-Ernst-Forschung, Werner Spies, erklärte eine Fälschung für echt. Der Fälscher Wolfgang Beltracchi hatte mit der Nachtempfindung eines Ernst-Werkes eine hohe Summe verdient.
Nun wurde das vor sechs Jahren erst fertig gestellte Gebäude des Museums auch noch von Schimmel- und Schwamm befallen. Gutachter fanden dort auch eine stark Arsen haltige Pilzsorte und empfahlen die “Abschottung des Sanierungsbereichs” und die “Entsorgung des ab gestemmten Materials in geschlossenen Kunststoffcontainern”. Es seien ebenfalls “umfangreiche bauliche Maßnahmen” im Keller notwendig.

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