Geboren wurde Ré Soupault am 29. Oktober 1901 als Meta Erna Niemeyer, in Pommern. Sie studierte von 1921 – 1925 in Weimar am Bauhaus, unter Anderem bei Itten, Kandinsky, Gropius und Muche.
Nach ihrem Studium zog sie nach Berlin und arbeitete dort als Modejournalistin. Sie war kurzzeitig mit Hans Richter verheiratet, über ihn lernte sie die Pariser Künstlerszene unter anderem Man Ray, Fernand Léger und Paul Poiret kennen für den sie Mode entwarf. Wenig später galt sie, unterstützt durch ihr hochkarätiges Umfeld als ein neuer revolutionärer Stern der Pariser Modeszene.
1933 lernte Sie Philippe Soupault kennen, den sie 1937 heiratete. Soupault brachte Sie zur Fotografie indem er sie überredete seine Reportagen zu illustrieren. Sie bereisten viele Länder, unter anderem Italien, die Schweiz, England, USA, Tunesien und Südamerika.
Mitte 1948 kehrte sie nach Europa zurück und begann als Übersetzerin zu arbeiten. Nach einer letzten Fotoreportage 1950 verfasste sie bis 1980 Essays für den Rundfunk.
Sie kehrte 1955 nach Paris zurück, wo sie 1967 zusammen mit Philippe Soupalt einen Film über Kandinsky drehte.
Ihre Fotoarbeiten, die für sie selbst im Laufe der Jahre als verloren gegangen glaubte, wurden erst Ende der 1980er Jahre von Manfred Metzner entdeckt. Er begann ab 1988 ihre phantastischen Bilder in Ausstellungen und Fotobänden zu veröffentlichen.
Ré Soupault starb am 12. März 1996 und wurde in Montmarte beigesetzt.

