Der Künstler wurde 1973 in Wuppertal…

Der Künstler wurde 1973 in Wuppertal geboren. Heute lebt er Berlin-Kreuzberg, wo auch sein Atelier liegt. Er hat ein Studium der Porträtfotografie in Wales absolviert und besuchte anschließend die Kunstakademie in Leipzig.

Zielony wurde mit Porträtserien bekannt, die in Neapel, Los Angeles und Winnipeg entstanden. Die soziale Kluft in Winnipeg, die zwischen Ureinwohnern und den Weißen herrschte, waren Ziele seiner Fotografien. Den Jugendlichen von Winnipeg wurde es erschwert, Traditionen beibehalten zu können.
Die enthaltene Unzufriedenheit und Wut wurden mit Tattoos, kräftige Oberarme und böse Blicke offenbart. Sie prügelten sich auf den Straßen und die eingehandelten Narben wurden stolz getragen. Die typischen Jogginghosen und Turnschuhe fehlten natürlich nicht.

Tobias Zielony gelingt es mühelos, Einblicke in diese Welt der jungen Menschen zu erhalten. Das spiegeln auch seine Werke wieder. Die Fotos, die der Künstler in dieser Umgebung macht und Jugendlichen übergibt, ermöglicht ihm den leichten Zutritt zu einer Welt, in der Erwachsene keinen Zutritt haben.
Mit einigen Jugendlichen, die der Künstler fotografiert hat, hat er heute noch Kontakt. Er schenkt ihnen einige Fotos und symbolisiert damit sein Interesse an diese Jugend. Da sonst niemand Interesse zeigt.

Es sind immer Bilder aus dem schwierigen und harten Leben der Jugend. Autos, Drogen und Gewalt werden vom Künstler in seinen Bildern festgehalten.
Seine Bildsprache nimmt kein Ende. Es interessiert ihn, wie diese Jugend sich außerhalb der Gesellschaft bewegt und auch abgrenzt.

Die Neugier und das Interesse des Künstlers zeigt ein Foto, in dem Jugendliche am Feuer in einer brennenden Mülltonne sich selbst feiern.

Dem Künstler gelingt es immer wieder, eine Kluft kleiner werden zu lassen.

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