Alice Schwarzer gehört zweifelsohne zu den bekanntesten Persönlichkeiten in Deutschland. Schon in den 70er Jahren wurde sie als eine der Vorreiterinnen der Frauenemanzipation in Deutschland berühmt und berüchtigt. Insbesondere die Zeitschrift Emma diente ihr als Sprachrohr.
Aber auch in den folgenden Jahrzehnten verschwand sie nicht aus der Öffentlichkeit. Immer wieder äußert sie sich -zumeist aus dem Blickwinkel einer Feministin- zu aktuellen politischen oder gesellschaftlichen Themen; jüngst exponierte sie sich im Kachelmann-Prozess und stritt sich öffentlichkeitswirksam mit der Autorin Charlotte Roche.
Nun hat sie eine Autobiographie unter dem Titel ?Lebenslauf? veröffentlicht. Darin beschreibt sie detailreich ihr bisheriges Leben. So zeichnet sie ein Bild ihrer Kindheit und Jugend, in der sie eher als Freundin denn als effekthaschende Person der Öffentlichkeit erscheint. Auch die Widersprüche in ihrem bisherigen Leben werden in der Biographie deutlich, zum Beispiel wie eine Protagonistin der linken Szene in den 70er Jahren über die Wahl einer konservativen Kanzlerin jubelte, nur weil jene eine Frau ist.
Natürlich beschreibt sie auch ihr Engagement für die Emanzipation der Frau, wodurch sie mit Aktionen wie ?Ich habe abgetrieben? einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde.
Insgesamt stellt ?Lebenslauf? eine lesenswerte Biographie dar. Sie zeigt deutlich den Weg auf, der Alice Schwarzer zu dem gemacht hat, was sie heute ist.

