100 Jahre Emil M. Cioran: “Hurra, wir sind eine Diktatur”
Emil M. Cioran war ein junger, rumänischer Intellektueller, der zur Zeit des aufstrebenden Nationalsozialismus, zum Studium nach Deutschland zieht.
Das Besondere und Erschreckende an Emil M. Cion war seine ganz eigene, überaus positive Sicht auf das Nazi Deutschland. So feierte er förmlich in seinen frühen Text die Diktatur des Nationalsozialismus und wünschte sich auch für seine Heimat ein ähnliches System der Macht.
Als besonders bewundernswert erachtet Cioran die Unbedingheit der Deutschen zu ihrer Dikatur und ihrem Führer. Er lobt es wie es die Nazis schafften, innerhalb kürzester Zeit Recht, Religion, Kunst und das alltägliche Leben der Deutschen in eine völlig andere Richtung zu lenken. Er lobt die Begeisterung, mit der sich das Volk für seine Dikatur aufopfert und beschreibt eine edle Volksgemeinschaft, die stets bereit ist, alles führ ihre Fürhung zu tun.
Monströs erscheint einem auch die persönliche Sicht Emil M. Ciorans auf Adolf Hitler. So bezeichnete er ihn als großartigen Menschen, perfekten Politiker und strahlende Persönlichkeit. Hitlers Gesicht strahle Entschlossenheit und Traurigkeit zugleich aus. Anders als die “gefühlsduselnden” Politiker anderer Nationen, habe Hitler seine Bewegung mit harter Hand gegen fehlgeleiteten Humanitarismus geführt.
Nur ein paar Jahrzehnte nach dem Nationalsozialismus und seiner Sicht der Dinge, stieg Emil M. Cioran zu einem der bekanntesten und renommiertesten Philosophen und Schriftsteller, in französischer Sprache überhaupt auf. Dieser Tage wäre er 100 Jahre alt geworden und daher vom Suhrkamp Verlag für seine Arbeit gewürdigt. Ausgerechnet seine frühen Werke, in denen er die Nazizeit verherlicht werden zu diesem Anlass veröffentlicht und einer großen Leserschaft zugänglich gemacht.

